Neue Platzfrequenz 119.415 MHz !!!

Seit 7.12.2018 hat unser schöner Flugplatz eine neue Frequenz die da lautet:

119.415 MHz

Bitte ganz besonders bei den nächsten Flügen auf die richtige Einstellung des Funkgeräts achten.

Willkommen

Hallo, liebe Freunde des Segelflugsports !
Schön, daß Ihr bei uns reinschaut.

Segelfliegen ist ein faszinierendes Hobby, und das auch noch für wenig Geld. Jugendliche können bereits ab 14 Jahren mit der Ausbildung anfangen. Bis zum 1.Alleinflug zahlen Jugendliche insgesamt nur 300 Euro, siehe unser Pauschalangebot. Auch danach kommt man mit ungefähr 40 Euro im Monat aus. Erwachsene zahlen nur wenig mehr.

Im Anschluss an die Segelflugausbildung kann man bei uns auch Motorfluglizenzen erwerben. Unser motorisiertes Fluggerät umfasst Motorsegler, Ultraleicht und Motorflugzeug.

Wer sich für eine Mitgliedschaft und Flugausbildung interessiert, wendet sich am besten an den 1.Vorsitzenden, zu finden unter Kontakte. Oder kommt einfach am Wochenende zum Wächtersberg (siehe Wegbeschreibung) und holt euch die nötigen Infos (siehe auch PDF Flyer).

Sunrise-Fliegen auf dem Wächtersberg

Überm Flugplatz und darunter das Nagoldtal im Nebel

Nach ausführlicher Planung durch unseren Fluglehrer Andreas und Befragung der Mitglieder rückte der große Tag immer näher. Am wunderschönen Morgen des EU-Wahlsonntages trafen sich viele hochmotivierte Piloten auf dem Flugplatz. Das Wetter konnte nicht besser sein, denn am Abend davor hatte es ein wenig geschauert, wodurch sich über Nacht in den Tälern leichter Nebel bildete.

Pünktlich um 04:30 Uhr rollten die Hangartore auf und die Flieger wurden vorbereitet. Dies wurde sehr schnell und konzentriert erledigt, da die 15 Piloten so schnell wie möglich in den Morgenhimmel über dem Wächtersberg starten wollten. Nach kurzem Briefing war es dann soweit und um 05:17 Uhr startete das erste Segelflugzeug über das Wolkenmeer. Zusätzlich konnte man den einen oder anderen Motorpiloten begeistern und es wurden auch Starts mit der KF und WA absolviert. Unter der musikalischen Einlage des Liedes „Guten Morgen Sonnenschein“ wurde die Stimmung immer besser. Nach jedem Flug konnte man den Piloten und Passagieren die Begeisterung förmlich vom Gesicht ablesen.

Stadt Nagold im Nebel versteckt

 

Gemeinsames Frühstück

Nachdem jeder das atemberaubende Panorama aus der Luft betrachten durfte, frühstückten wir noch zusammen. Durch die hervorragende Frühstücksvorbereitung durch Simon sammelten wir mit Rührei und Nutella genügend Kraft für einen langen Flugtag, denn die Wetterprognose versprach gute Wolkenthermik. Mit guten Geschichten und einer musikalischen Einlage auf dem Klavier ließen wir den schönen Morgen ausklingen.

Unser Fazit des Tages ist, dass wir sobald wie möglich ein solches Ereignis wiederholen möchten und eventuell noch mehr Piloten involvieren, denn solche fliegerischen Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt ungemein.

Hiermit wollen wir auch allen Vereinskameraden, die Dienst hatten, danken, dass diese den frühen Flugbetrieb auf den Wächtersberg unterstützt haben. Dies ist nicht selbstverständlich, aber wir wissen, dass auch sie viel Spaß hatten.

Steffen Bürkle

 


Bilder von Kevin Bergner:

Wolfenhauser Maislabyrinth 2019

Mit jährlich wechselnden Motiven ist der Wolfenhauser Maislabyrinth einen Überflug wert. Noch muß der Mais wachsen, aber es sind bereits Vorbereitungen gelaufen und lassen das diesjährige Motiv bereits erahnen.

3. BWLV Jugend Fly-In trotz schlechtem Wetter ein voller Erfolg

Nachdem das Jugend Fly-In im Jahre 2017 ins Leben gerufen wurde, plante die Jugendgruppe der FSV Wächtersberg bereits das dritte Event. Ziel der Veranstaltung ist es so viele Pilotinnen und Piloten wie möglich aus ganz Baden-Württemberg und teilweise darüber hinaus, zu versammeln und einen schönen, geselligen Abend miteinander zu verbringen. Besonderheit hierbei ist, dass die Anreise größtenteils mit dem Flugzeug erfolgt.

Am Samstag, 18. Mai 2019, war es dann soweit und es hieß „Landung frei“ auf dem Flugplatz Wächtersberg. Leider machte die labile Wetterlage mit einigen Gewittern und heftigen Regenschauern einen Anflug auf den Wächtersberg sehr schwer und teilweise unmöglich. Trotzdem haben es 25 Flugzeuge geschafft uns zu besuchen. Insgesamt waren über 100 Jugendliche und junge Erwachsene zu Gast.

3.BWLV Fly-in

Auch in diesem Jahr gab es einige Preise zu gewinnen. Mit einer sehr beachtlichen Leistung gewann Denis Hermann den Preis für den längsten Flug. Zusammen mit seinem Copiloten startete er die Reise mit einer Aquila A210 in Hannover. Den Preis für das älteste Flugzeug erhielt Dennis Konieczny mit seiner Fournier RF4, welche ihre Kunstflugeigenschaften in einer kleinen Vorführung zusammen mit dem Kunstflugzeug Pitts präsentierte. Der Preis, für die größte teilnehmende Jugendgruppe, wurde von der FSV Sindelfingen erfolgreich verteidigt.

Ein ganz besonderes Highlight des 3. Fly-Ins war die Live-Band der Fliegergruppe Hülben. Sie machten ordentlich Stimmung und haben eine hervorragende Show abgeliefert. Des Weiteren waren die Fallschirmspringer aus Calw zu Gast, welche einige Sprünge bei uns absolvieren konnten. Leider fiel die beleuchtete Flight-Line am Abend nicht so spektakulär wie gewohnt aus, da die Gefahr einer Beschädigung an den Flugzeugen durch die Witterung zu groß war.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung, die es zu wiederholen gilt. Durch die reichliche Unterstützung schaffte es die Jugendgruppe der FSV Wächtersberg wiederum einige Piloten glücklich zu machen. Wir möchten uns unter anderem bei der Jugendfeuerwehr Wildberg und der Jugend der evangelische Kirche Effringen für die Unterstützung bedanken. Des Weiteren danken wir uns bei allen Teilnehmern und freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr.

(Patrick Kern)

Aktion “Glückliche Momente”

Am Samstag waren siebzehn Kinder im Rahmen der Aktion “Glückliche Momente” auf dem Flugplatz auf dem Wächtersberg. Das Kinderhospiz bietet unter anderem Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche an. Angeboten werden den Kindern im Rahmen des Projekts “Glückliche Augenblicke” auch einmal im Monat Aktivitäten wie gemeinsame Ausflüge, mit dem Ziel Kraft zu tanken für den anstrengenden Alltag.
So stand für sie für den Nachmittag auf dem Flugplatz einiges auf dem Programm. Aufgrund des überraschend guten Wetters konnten alle Kinder einen Rundflug erleben. Viele saßen das erste Mal überhaupt in einem Flugzeug und ohne Ausnahme stiegen alle nach dem Flug begeistert aus.
Auch am Boden wurde vieles geboten. So folgten diese fasziniert den Zauberkünsten von Arnd Roehm. Zuvor gab es vom Vize-Europameister im Modellkunstflug atemberaubende Kunststücke mit einem Modellhubschrauber.
Die Firmen Xenovation und das Ländle Web Team organisierten und unterstützten diese Aktion. Zusätzlich wurden durch die Bastler-Zentrale Stuttgart Wurfgleiter zur Verfügung gestellt, die die Kinder mit Begeisterung montierten und um die Wette warfen. Zusammen mit Mitgliedern der Flugsportreinigung sorgte das Ländle Web Team für die Verpflegung.

3.BWLV Jugend Fly-In auf dem Flugplatz Wächtersberg (EDSV) vom 18.–19.Mai,2019

Anbei genauere Informationen zu unserem BWLV Jugend Fly-In:

Das Anmeldeformular findet Ihr hier.

Das Event wird vom 18.–19.Mai 2019 auf dem Flugplatz Wächtersberg-Hub (EDSV) stattfinden. Der Wächtersberg ist ein Sonderlandeplatz mit Genehmigung für Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und Motormaschinen der E-Klasse. Aufgrund unseres Status als Sonderlandeplatz benötigt ihr eine PPR-Genehmigung (Pflicht für Alle, sowohl TMG, UL und SEP, aber auch für Segler, da ihr mit dem Briefingpaket die notwendige Einweisung für den Flugplatz erhaltet). Diese erhaltet ihr auf der Seite mit unserem Briefingpaket und PPR-Formular. Dies muß jeder Pilot selbstständig mit o.g. Link beantragen. Es stehen genug Stellplätze im Freien zur Verfügung, Hallenstellplätze sind vereinzelt auf Anfrage möglich. Für anreisende Segelflugzeuge besteht natürlich die Möglichkeit eines Heimschlepps.

Thermik

Thermik

Mit dem Jugend Fly-In verfolgen wir das Ziel, die Jugendgruppen des BWLVs zusammenzubringen und die Kontakte zwischen den Vereinen zu pflegen. Es sollen so viele Jugendliche wie möglich zusammenkommen.
Die Gruppe, die mit den meisten Jugendlichen, sowie die Gruppe die mit den meisten Flugzeugen vertreten ist, erwartet eine Überraschung. Des Weiteren erwartet den Segelflieger, der an diesem Tag die weiteste Strecke in Form eines Thermikfluges zurücklegt und den Segelflieger mit der weitesten Entfernung zu seinem Heimatflugplatz, einen kostenlosen Flugzeug-Schlepp. Außerdem bieten wir dem Piloten, der mit dem ältesten Flugzeug anreist ein Geschenk.

Um die besten Voraussetzungen für eine gelungene Party zu bieten, stellen wir selbstverständlich Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage des Vereines (www.fsvwaechtersberg.de).
Die Flugsportvereinigung Wächtersberg freut sich auf zahlreiches Erscheinen, viele Flugzeuge und eine gelungene Party am Abend.

Für Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung.

Eure FSV Jugendgruppe
Christopher Müller (0173/8762556)


-> zum Anmeldeformular

FSV Jugend erfolgreicher Zweiter bei Volleyballturnier

Am 02. März 2019 fand das jährliche Volleyballturnier des BWLVs statt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers, fand es in Hülben statt. Es nahmen 14 Mannschaften, aufgeteilt in zwei Gruppen, aus ganz Baden-Württemberg am Turnier teil. Unsere Jugendgruppe war bereits am frühen Morgen mit sechs Spielern in Hülben angereist. Unter dem bereits gefürchtetem Namen „Club der dichten Denker“ bestritten wir um 09:40 Uhr das erste Spiel gegen die SFG Reiselfingen. Das Spiel wurde in den zehn Minuten mit deutlichem Vorsprung von über 20 Punkten gewonnen. Auch die weiteren Gruppenspiele waren größtenteils keine große Herausforderung für unsere Jugendgruppe. Lediglich die Mannschaften der FLG Grabenstetten „Grabi 1“, welche in den letzten Jahren eine der besten Mannschaften war und des FSC Odenwald konnten nach knappen Spielen leider nicht geschlagen werden.

Nachdem die Vorrunde nur bis zum Mittag ging, wurde entschieden, weitere Gruppenspiele durchzuführen und am Ende das Finale aus den beiden besten Mannschaften zu bilden. Gegen Abend fand schließlich das Finale gegen den FSC Odenwald, eine geübte Volleyballmannschaft, statt. Das Finale wurde in einem Gewinnsatz ausgetragen. Nachdem wir die Mannschaft in der erweiterten Gruppenphase schlagen konnten mussten wir uns im Finale leider geschlagen geben. Insgesamt müssen wir uns mit einem hervorragenden zweiten Platz nicht verstecken. Wir bedanken uns bei der FG Hülben für die Organisation des Turniers und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Es waren dabei: Patrick Kern, Christopher Müller, Patrick Hagel, Benedikt Storck, Hans-Peter Petzold und Jan Mierzwinski

(Patrick Kern)

Hauptversammlung 2019

Für die Jahreshauptversammlung 2019 der Flugsportvereinigung Wächtersberg waren am Samstag Abend, den 16. Februar 2019, die Mitglieder und Gäste im Landgasthof Hotel Löwen in Wildberg-Schönbronn versammelt. Der erste Vorsitzende, Wolfram Schroeder, eröffnete den Abend und begrüßte den stellvertretenden Bürgermeister von Wilderg, Herrn Dieter Dannenmann und den BWLV Vize-Präsident und Schatzmeister Hans-Joachim Proß. Desweiteren begrüßte er den Ehrenvorsitzenden Berndt Lupke und ehemaligen Ehrenvorsitzenden Karl Göttisheim, sowie Ehrenmitglied Erwin Röhm.

Wolfram Schroeder streifte in seinen Grußworten Themen wie die überarbeitete Betriebsordnung, erfolgreiche Einführung der vereinsinternen Organisation und laufendes Genehmigungsverfahren. Er dankte für die erfahrene Unterstützung, muß aber aufgrund seiner beruflichen Belastung das Amt als erster Vorsitzender abgeben.
Beim Jahresrückblick waren einige Highlights, zu denen unter anderem der von der Jugend der Flugsportvereinigung zum zweiten Mal organisierten und durchgeführten BWLV Jugend Fly-in gehörte, aber auch die Teilnahme von vier Teams am Klippeneck Segelflugwettbewerb. Es waren zwei auswärtige Vereine für ein Sommerfluglager zu Gast am Platz.
Stellvertrender Bürgermeister Dannenmann bedankte sich im Namen der Stadt, des Gemeinderats und des Bürgermeisters für die Einladung. Es sei Ihnen wichtig sich bei allen Hauptversammlungen der örtlichen Verein zu zeigen, denn die Vereine sind wichtig für die Gesellschaft. Die Flugsportvereinigung zeigt mit den Veranstaltungen wie dem Sommerferienprogramm, dem Pfingstfluglager und weiteren Veranstaltungen, dass sie sich nicht versteckt, sie ist präsent – all das ist nur möglich Dank ehrenamtlichem Engagement vieler, was wichtig ist für die Stadt, daher der Appell: „Machen Sie bitte weiter so!“. Zu der vom Vorsitzenden erwähnten laufenden Genehmigungsverfahren erläuterte er, dass es zwar keine konkreten Hallenerweiterungspläne gäbe, die Stadt aber mit einem Bebauungsplan die Grundlagen dafür schaffen will und dies unterstützt. Er schloss seine Ausführungen mit dem Wunsch für ein unfallfreies Flugjahr.

Es folgten die Jahresberichte der einzelnen Funktionsbereiche. Für die Technik berichtete Alexander Maier. In einem Kraftakt wurden an mehreren Wochenenden die L-Akten (Lebenslaufakte eines Flugzeuges, die unter anderem Nachweise der durchgeführten Arbeiten enthalten) überarbeitet und neu geordnet, auch unter Berücksichtigung neuer Verordnungen. Ein Resultat aus diesen Arbeiten ist, dass die Laufzeiten von Lebensdauerteilen im Vereinsflieger (der Vereinsverwaltungssoftware) erfasst wurden und vor Ablauf eine automatische Benachrichtigung erfolgt.
Beim technischen Personal gibt es nun einen weiteren Motorwart. Bei der Statistik mit den Wartungsaufwänden erklärten sich die im Vergleich zu den Vorjahren erhöhte Stundenzahl zweier Flugzeuge zum einem durch einen geplanten Motortausch beim Motorsegler, nach Ablauf der Betriebszeit. Zum Anderem nahm man bei der RF5 anlässlich des notwendigen Tausches des Funkgerätes und Einbau eines Transponders die Überholung des Instrumentenbrettes in Angriff. Dabei wurden weitere notwendige Arbeiten identifiziert und durchgeführt, wie der Tausch der maroden Verkabelung und Elektrik, sowie Optimierungen bei der Motorkühlung. Diese Arbeiten führte hauptsächlich Benedikt Storck durch, der sich für die gute Zusammenarbeit bedankte und sich freute über die entdeckten Fähigkeiten mancher Mitglieder.
Der Segelflug-Schulungsdoppelsitzer war in der 3000h Kontrolle und bekam eine überarbeitete Avionik in einer nach oben klappbaren Instrumentenbrett, was den Ein- und Ausstieg erleichtert.
Für den Funktionsbereich Kantine, Wirtschaft und Events stellte Jan Goller das neue Konzept vor, das vorsieht, dass alle Mitglieder mal Kantinendienst übernehmen und nicht wie bisher nur die Jugend und Nicht-Scheininhaber, von denen die jährlichen Arbeitsstunden überwiegend in die Kantine flossen. Es werde nun sonntags eine Besetzung und ein entsprechendes Angebot gewährleistet.

Flugbetriebsleiter Manuel Dürr präsentierte den Jahresbericht Ausbildung & Flugbetrieb 2018. Bei den Gesamtflugzeiten gab es nach drei stabilen Jahren wieder einen Aufwärtstrend, besonders beim Segelflug und das bei gleichgebliebener Zahl Mitglieder. Der Stundendurchschnitt der pro Mitglied auf Vereinsflugzeugen geflogenen Stunden ist auf dem höchsten Stand der letzten fünf Jahre. Es sind sechs neue Flugschüler im letzten Jahr hinzugekommen. Die praktische und theoretische Ausbildung der derzeit 21 Flugschüler ermöglichen 14 ehrenamtliche Fluglehrer. So gaben diese 80 Theoriestunden und flogen für die Aus- und Weiterbildung 243 Stunden bei 909 Flügen, somit sind rund ein drittel aller Flüge Ausbildungsflüge. Die Gesamtzahl der Starts an Motorflügen waren weniger als zwei Drittel der maximal genehmigten.
Unter sportlichen Aspekten erwähnenswert ist die Teilnahme von vier Mitgliedern beim Segelflug-Streckenflugwettbewerb auf dem Klippeneck. Insgesamt wurden im Online Contest von Mitgliedern Flüge über insgesamt 46.592 km dokumentiert. Die längsten Flüge im Segelflug vom Wächtersberg flogen Jochen Goller (962km), Timo Protzer (827km) und Swen Holtmann (812km). Besonders beeindruckend war die Leistung von Hans-Peter Petzold, der in einem Standard-Klasse Flugzeug, einer LS4 beachtliche 746km flog.
Beim Ausblick für 2019 kündigte Manuel Dürr den Beginn der Ausbildung zum Fluglehrer von vier Mitgliedern an. Die Ausbildung, über zwei Jahre hinweg, beinhaltet Theorie sowie Praxis und schließt ab mit einer Assistenzzeit. Am 25. August wird der Flugtag stattfinden.

Der Jugendleiter Christopher Müller präsentierte einen Jahresrückblick in Form von Instagram-Bildern. Die Instagram-Seite der FSV Wächtersberg (https://www.instagram.com/fsvwaechtersberg/ ) hat über 1150 Abonnenten, wohl die meisten in Baden-Württemberg in diesem Themenbereich. Die aus 19 Mitgliedern bestehende Jugendgruppe, also fast ein Drittel der Gesamtmitgliederzahl, wird auf dem Wächtersberg am 18./19.Mai zum dritten Mal den BWLV Jugend Fly-in durchführen. Auch das Sommerferienprogramm werden sie mit organisieren.

Es waren Vorstandswiederbesetzungen notwendig geworden, nachdem der erste Vorsitzende aus zeitlichen Gründen das Amt abgeben muß und sich für seinen Stellvertreter der Lebensmittelpunkt Richtung München verlagert hat. Zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde Christian Hentschel (kann bereits auf 12 Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft zurückblicken, sowohl als Vorsitzender und Kassenwart) und zum Stellvertreter Martin Losberger. Christian Hentschel bedankte sich bei Wolfram Schröder und Andreas Klein für die letzten drei Jahre, in denen viel bewegt wurde, wie er meinte, mehr als in den Jahren zuvor.

Geehrt wurden an diesem Abend für lange Jahre Mitgliedschaft Armin Klos, Hans-Joachim Proß, Manfred Schwämmle und Roland Bach (25 Jahre), sowie für 40 Jahre Uschi Mayer, Karl-Heinz Röhm und Jochen Goller. Ganze 50 Jahre Mitglied ist Roland Helber. Er war Bürgermeister von Sulz, als es noch eine eigenständige Gemeinde war. Er hatte von seiner Zeit auf dem Wächtersberg erzählt. So musste er mal im Tal, wo heute bebautes Gebiet ist, auf einer Wiese landen und es kam aufgeregt ein Bauer mit seiner Heugabel angerannt. Als er die Haube des Segelflugzeugs öffnete blieb der Bauer stehen und rief nur: „Ach, es ist nur der Schultes!“. Auch Herbert Goller hat wie Roland Helber im Lauf der Geschichte der Flugsportvereinigung einiges erlebt, wie die Brandkatastrophe im Jahr 1971, als durch Brandstiftung die Flugzeughalle mit allen sieben Flugzeugen niederbrannte. Geehrt wurde Herbert Goller für seine 60 Jahre Mitgliedschaft, in denen er den Verein mit aufgebaut und prägend mit gestaltet hat.

Die Geehrten und neuen Vorsitzenden: Herbert Goller (60 Jahre), Armin Klos (25), Uschi Mayer (40), Hans-Joachim Proß (25), Roland Helber (50), Karl-Heinz Röhm (40), Vorsitzender Christian Hentschel, Stellvertreter Martin Losberger und Jochen Goller (40 Jahre)

Der Vorsitzende Christian Hentschel schloss den Abend mit einem Vortrag des Gedichts „Das Mitglied“ von Kurt Tucholsky.

In mein‘ Verein bin ich hineingetreten,
weil mich ein alter Freund darum gebeten,
ich war allein.
Jetzt bin ich Mitglied, Kamerad, Kollege –
das kleine Band, das ich ins Knopfloch lege,
das ist der Verein.

Wir haben einen Vorstandspräsidenten
und einen Kassenwart und Referenten
und obendrein den mächtigen Krach der oppositionellen
Minorität, doch die wird glatt zerschellen
in mein‘ Verein.

Ich bin Verwaltungsbeirat seit drei Wochen.
Ich will ja nicht auf meine Würde pochen –
ich bild‘ mir gar nichts ein.
Und doch ist das Gefühl so schön, zu wissen:
Sie können mich ja gar nicht missen
in mein‘ Verein.

Da draußen bin ich nur ein armes Luder.
Hier bin ich ICH – und Mann und Bundesbruder
in vollen Reih’n.
Hoch über uns, da schweben die Statuten.
Die Abendstunden schwinden wie Minuten
in mein‘ Verein.

Totengedenken 2018, am Fliegerdenkmal

Zum Totengedenken am Totensonntag trafen sich Mitglieder der Flugsportvereinigung Wächtersberg, sowie des 1. Aeroclubs Stuttgart, am Fliegerdenkmal auf dem Wächtersberg.
Anbei die Rede vom Christian Hentschel, in Vertretung des ersten Vorsitzenden der FSV Wächtersberg:

Liebe Fliegerkameraden, liebe Kameraden vom Aeroclub, liebe Gäste,

vielen Dank, dass ihr gekommen seid. Heute ist Totensonntag. Dieser Tag dient dem Andenken, der Trauer und dem Abschied von den Verstorbenen, dem Nachdenken über den Tod sowie dem Hoffen auf die Auferstehung nach dem Tod.

Der Totensonntag an unserem Fliegerdenkmal ist ja schon älter als manche unserer ältesten Fliegerkameraden. Man darf annehmen, dass er erstmalig im Jahr 1951 im Zusammenhang mit der Errichtung dieses Fliegerdenkmals stattgefunden hat. Sicher geschah das damals, weil im Krieg viele Kameraden unserer beider Vereine gestorben waren. Seitdem nehmen wir uns jedes Jahr die Zeit, einmal innezuhalten und bei aller Begeisterung für die Fliegerei daran zu denken, dass auch unsere Zeit endlich ist. Da mag es tröstlich sein, dass manche unserer Kameradschaften über den Tod hinaus Bedeutung haben, und auch, dass wir diese gemeinsame Erinnerungskultur pflegen. Deshalb möchte ich jetzt noch einmal an einige der Toten der letzten 10 Jahre erinnern:

2007: Herbert Reinhardt, Bruder von Roland Reinhardt, beim letzten schweren Flugunfall
2009: Josef Zeiser, der immer da war und zu unserem lebenden Inventar gehörte
2010: Karl-Otto Fauss, der Erhebliches zum Aufbau unseres Flugplatzes geleistet hat
2012: unser Sicherheitsbeauftragter Walter Enssle, gestorben bei einem Verkehrsunfall
2013: unser Fluglehrer Heinz Krebs, über ihn könnte man ein Buch schreiben
2016: Schorsch Neugebauer, Papa von Holger Neugebauer, treue Seele unseres Vereins
Letztes Jahr: unser passives Mitglied Gerhard Kummerer, für ihn war der Flugplatz sein Zuhause

Sie alle haben auf ihre Weise zu unserem Vereinsleben beigetragen, manche haben unseren Verein prägend mitgestaltet und einige haben Außergewöhnliches geleistet. Ihnen gebührt unser Dank und unser Respekt. Sie haben uns nicht nur einen wunderschönen Flugplatz, Gebäude und Flugzeuge hinterlassen. Fast noch wichtiger sind die Werte, die sie uns hinterlassen haben: Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Einsatzbereitschaft und Kameradschaft. Wir wissen ja, dass diese Werte in unserer modernen Gesellschaft an Bedeutung verloren haben. Aber wichtig sind sie immer noch.

Ich möchte einen kurzen Schwenk machen zum Thema Respekt. Da müssen wir leider feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, auch anders Denkenden und anders Gepolten den nötigen Respekt und auch die nötige Toleranz entgegen zu bringen. Das ist einerseits menschlich und andererseits unserem Vereinsleben abträglich. Wir haben uns wohl-durchdachte Leitlinien gegeben, auf die möchte ich bei der Gelegenheit nochmal hinweisen. Es genügt nicht, dass diese Leitlinien bei uns an der Wand hängen. Jeder von uns trägt mit seinem Verhalten Verantwortung dafür, dass unser Zusammenleben so funktioniert, wie wir uns das alle wünschen. Respekt für die Lebenden und die Toten, das gehört zusammen.

Es ist ja schon bekannt, dass ich meine Rede gern mit einem Gedicht abschließe. Heute also Hermann Hesse‘s Gedicht „Stufen“ zum Thema Abschied und Neubeginn:
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Papa-Kind-Tag des Kindergartens auf dem Flugplatz

Über dreißig Kinder mit Geschwister und Eltern verbrachten einen erlebnisreichen Tag auf dem Segelflugplatz Wächtersberg.

Der Elternbeirat des ev.Maria-Haarer Kindergartens in Oberjettingen organisiert jedes Jahr ein “Papa-Kind-Tag”, der diesmal erweitert wurde auf die ganze Familie. Im Frühjahr hat man sich beim Wandertag überlegt, wo man dieses Jahr den Tag verbringen will. Der Flugplatz auf dem Wächtersberg lag auf dem Rückweg vom Grillplatz beim Modellflugplatz, womit schnell ein passender Standort gefunden war.

So kamen am Samstag die Familien auf dem Flugplatz und erlebten hautnah was die Fliegerei ausmacht. Viele lauschten aufmerksam, als Jan Goller die Instrumente im Segelflugzeugcockpit erläuterte. Er zeigte die Bedienung per Steuerknüppel und beschrieb den Startablauf, bei dem aus dem Stand in wenigen Sekunden das Segelflugzeug von der Winde in die Höhe gezogen wird. Einige Kinder haben schon mal im Pilotensitz probegesessen. Jedoch müssen sich diese noch ein paar Jahre gedulden, sollten diese selber in die Luft gehen wollen, denn ab 14 Jahre kann man die Ausbildung beginnen. Auch die Startwinde konnte aus der Nähe besichtigt werden.

(Bild mit freundlicher Genehmigung von Jelena Heselschwerdt)

Danach ging es ins Vereinsheim zum vom Elternbeirat organisiertem Mittagessen. Neben den vom real.- spendierten Würstchen und vom Oberjettinger Bäcker Wörner spendierten Brötchen gab es von den Eltern mitgebrachtes Fingerfood. Aber auch das im Vereinsheim erhältliche Eis fand reißenden Absatz.

Ein Geschwisterkind durfte einen Segelflug erleben, dreimal flog das Motorflugzeug Passagiere und es wären mehr geworden, hätte das Wetter es zugelassen. Elternbeirat Jelena Heselschwerdt zog eine positive Bilanz: “Eltern und Kinder des Kindergartens Oberjettingen hatten einen schönen, erlebnisreichen Tag auf dem Fluggelände”, wo viel Platz zum Rumspringen ist, mit schönem Spielplatz und Vereinsheim. Sie freute sich auch über den sehr netten Jan Goller und bedankte sich für seine Erläuterungen. Der Flugplatz ist auch sonst ein schönes und lohnendes Ausflugsziel.