Willkommen

Hallo, liebe Freunde des Segelflugsports !
Schön, daß Ihr bei uns reinschaut.

Segelfliegen ist ein faszinierendes Hobby, und das auch noch für wenig Geld. Jugendliche können bereits ab 14 Jahren mit der Ausbildung anfangen. Bis zum 1.Alleinflug zahlen Jugendliche insgesamt nur 300 Euro, siehe unser Pauschalangebot. Auch danach kommt man mit ungefähr 40 Euro im Monat aus. Erwachsene zahlen nur wenig mehr.

Im Anschluss an die Segelflugausbildung kann man bei uns auch Motorfluglizenzen erwerben. Unser motorisiertes Fluggerät umfasst Motorsegler, Ultraleicht und Motorflugzeug.

Wer sich für eine Mitgliedschaft und Flugausbildung interessiert, wendet sich am besten an den 1.Vorsitzenden, zu finden unter Kontakte. Oder kommt einfach am Wochenende zum Wächtersberg (siehe Wegbeschreibung) und holt euch die nötigen Infos (siehe auch PDF Flyer).

Schnuppertagsfliegen

Am heutigen Tag haben sich zahlreiche Interessenten über den Segelflug informiert und erstmalig im Segelflug die Welt von oben erlebt.

Unter anderem Jannik aus Calw und sein Vater, beide sind Modellflieger. Nach dem Flug war Ihnen die Freude über den schönen Flug unschwer aus den Gesichtern abzulesen.

Die Steckenflugsaison läuft gut an

Die Steckenflugsaison läuft gut an. Ein guter Wert für April (1.930 km) und für Mai auch schon zweithöchster Wert (5.900 km) unserer Zählung (seit 2007) nach nur einer Flugwoche diesen Monat. Das klingt vielversprechend!
Unter unseren Jungpiloten haben wir viele Neueinsteiger mit tollen Leistungen. Bene hat „aus dem Stand heraus“ 380 km Strecke geflogen – beste Leistung von allen Newcomern. Die kommenden Tage versprechen noch einiges, weiter so.
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RvdH

Schnupperfliegen 2016

Am kommenden Sonntag, dem 8.Mai, findet ab 12 Uhr das Schnupperfliegen in einem Segelflugzeug auf dem Flugplatz der Flugsportvereinigung Wächtersberg statt. Hierzu sind alle Interessierten recht herzlich eingeladen, mal die Welt von oben zu sehen und Einiges über den Segelflug zu erfahren und das für nur 5,- Euro pro Flug.
Bereits am Samstag, dem 7.Mai, kann man sich vorab informieren, am Informationsstand beim Edeka in Wildberg, im Rahmen des dort stattfindenden Sommerfestes. Auch auf dem Calwer Wochenmarkt gibt es am Samstag einen Informationsstand.

Also wessen Herz für die Fliegerei schlägt oder wer Interesse daran hat, kann mit der ganzen Familie kommen, denn für einen schönen Muttertag stehen auch warmes Tagesessen sowie Kaffee und Kuchen zur Verfügung. Bist Du unter 18 Jahre, dann benötigen wir noch eine Einverständniserklärung, die Du hier herunterladen kannst, oder auf dem Flugplatz erhälst. Wir hoffen, wie in den Jahren zuvor, auf rege Teilnahme und schöne Flüge.

Übrigens sind auch Mädchen und Frauen willkommen, so haben wir zwei Mädchen in der Jugendgruppe und weitere Frauen im Verein, die aktiv fliegen, darunter auch eine Fluglehrerin.

Übrigens: bereits mit 14 Jahren kann man mit der Ausbildung beginnen!

Wächtersberger Streckenflugreport April 2016

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Der Bart des Tages

Bart des Tages

7. Treffen der Golf 1 Freunde Süddeutschland, auf dem Flugplatz Wächtersberg

Zum siebten Mal trafen sich die “Golf 1 Freunde Süddeutschland”, zum zweiten Mal auf dem Flugplatz Wächtersberg. Die Facebook Gruppe “Golf 1 Freunde Süddeutschland” zählt aktuell über 3000 Mitglieder. “Es ist kein Verein, sondern versteht sich als Freundeskreis zur Pflege eines Kulturgutes.”, so Oliver Schmid.
Oliver Schmid ist Organisator und Initiator dieses Golf 1-Treffens und freute sich über die fast 100 Golfs, die trotz der niedrigen Temperaturen erschienen. Es waren auch Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz da. Aus Braunau an der Inn kam der, mit knapp 400 Kilometern am weitesten Angereiste, mit seinem Jetta. Zu sehen waren neben dem “Golf 1” auch die anverwandten Typen wie Caddy, Jetta und Scirocco der ersten Generation. Neben Cabrios auch getunte Golfs und Umbauten.

Auch ein Exemplar aus Südafrikanischer Fertigung war zu sehen, dieser wurde ausschließlich als Rechtslenker ab 1984 und noch bis 2009 produziert, also 35 Jahre nach Vorstellung des ersten VW Golfs. Es wurde in Südafrika der vom Golf I abgeleitete Citi Golf äußerlich weitgehend unverändert hergestellt.

Ein Höhepunkt an diesem Tage war ein “Renngolf” mit 307 Pferdestärken unter der Haube. Diesen fährt Egidio Pisano aus Oberjesingen überwiegend bei Bergrennen, zum Beispiel in Tauberbischoffsheim oder Pirmasens. Er nahm auch Teil an Rennen in Österreich, der Schweiz, Italien und Luxemburg. Das Auto basiert auf einen Original Golf GTI, Baujahr 1980, den er seit 1981 sein eigen nennt und immer in rot lackiert war. Bereits 1984 wurden die ersten Umbauten durchgeführt und ist inzwischen ein Komplettumbau zum Rennauto, mit aus Kohlefaser gefertigtem Dach, Kotflügel und Heckklappe, sowie aus Plexiglas bestehenden Scheiben – alles zur Gewichtsminimierung, von nur noch 700 Kilogramm. Auf einer Strecke von wenigen hundert Metern beschleunigt es auf seine maximale Geschwindigkeit von 189km/h. Diese Geschwindigkeit will auch wieder durch eine entsprechende 10-Kolben-Bremsanlage mit 350er Scheiben abgebremst werden.

“Wir freuen uns schon auf das nächste Mal auf Eurem Fluggelände”, freute sich Oliver Schmid über die gelungene Veranstaltung.

Impressionen vom Tag:


Der “Renngolf”:

… und noch von Birgit Klos:

Flugzeuge aufgerüstet

Der Frühling ist noch nicht da, aber die Vorbereitungen für den Beginn der Flugsaison laufen. Nachdem für die meisten Flugzeuge die Winterwartung abgeschlossen ist, wurden am Samstag die Segelflugzeuge aus den Anhängern geholt, aufgebaut und in die Halle gestellt.

Die nächsten Samstage steht die Jahresnachprüfung an. Hierbei wird jedes Flugzeug durch einen Prüfer durchgecheckt und abgenommen.
Der reguläre Flugbetrieb beginnt dann nach der Frühjahrsversammlung Mitte März.

Euroglide 2016, (20.6. – 2.7.16)

liebe Flieger und Freunde des Abenteuers,

eg2016concept270wir planen die Teilnahme an der Eurogilde 2016. Das ist ein Wettbewerb, der über 14 Tage und ca. 2000 km quer durch Europa geht. Dieser Wettbewerb findet nur alle zwei Jahre statt (zur Eurogilde 2016) und ist immer innerhalb weniger Stunden ausgebucht. Wir haben es geschafft für dieses Jahr eine Teilnahme zu buchen.
Wir wollen mit den Arcus und einem drei Personen Team starten. Zwei Personen stehen schon fest (René, Timo), eine weitere fehlt noch. Der Plan ist, das zwei fliegen und eine dritte Person den Bodenverfolger macht. Wir können uns gegenseitig abwechseln. Das Fahrzeug stelle ich (VW T5, Allrad, erforderliche Führerscheinklasse BE oder ehemals 3). Wir können in dem FZG und im Hänger schlafen.
Wer die Eurogilde in der Vergangenheit verfolgt hat weiß, das der Wettbewerb auch schon in vier Tagen vorbei sein kann. Es es ein klassischer Wettbewerb auf Zeit. Gewonnen hat, wer als erstes am Ziel ist. Die Route kann sich jedes Team selber aussuchen, vorgegeben werden in der Regel nur Start, Ziel und zwei Wendepunkte (Start ist übrigens in NL :-)).
Wir bitten um Meldung an René oder Timo.

Streckenflug im Dezember

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Geschichten der FSV Wächtersberg – Rüdiger Schaible

Am Freitagabend versammelten sich über 70 Mitglieder und Interessierte im Vereinsheim der Flugsportvereinigung (FSV) Wächtersberg um den Erzählungen vom Rüdiger Schaible zu lauschen. Rüdiger wurde Anfang des Jahres zu seiner 60-jährigen Mitgliedschaft in der FSV Wächtersberg geehrt und gab damals das Versprechen ab, über seine Erlebnisse zu erzählen.

Rüdiger ist im Jahr 1941 geboren, wuchs in Effringen auf, wo er noch heute lebt. Er ging dort zu Schule und machte später bei seinem Onkel im Baugeschäft und Gartenbau die Lehre. Dort arbeitete er, bis auf die letzten 10 Berufsjahre, da war er für das Wasserwirtschaftsamt Freudenstadt in Calw u.a. für die Bauaufsicht zuständig.

Rüdiger Schaible - Über den Wolken...Vor den Vereinsmitgliedern, weiteren Interessierten, aber auch früheren Weggefährten erzählte er von den Anfängen seiner Fliegerei. Vorher aber griff er zur Gitarre und sang Reinhard Mey’s „Über den Wolken“.

Es war 1955, als Modellflieger ihm vom Flugbetrieb auf dem Wächtersberg erzählten. Noch am gleichen Tag ist er die rund eineinhalb Stunden dorthin gelaufen um sich das aus der Nähe anzuschauen. Erst fünf Jahre zuvor wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Ihn hat dann sogleich das Fliegervirus gepackt. Jedoch stand, vor einem ersten Flug per Gummiseilstart im Schulgleiter SG38, ein halbes Jahr Mitarbeit in der Werkstatt an und er musste sich bewähren.
Bevor die Flugschüler damals ihre ersten Starts machten, wurde intensiv über die Handlungen bei Start und Landung gesprochen. Als Hilfsmittel kam dabei auch der sogenannte Pendelbock zum Einsatz. Der Schulgleiter wurde in den Wind gedreht und in einen Bock gespannt, der diesen, kardanisch aufgehangen, beweglich machte. Damit konnten zumindest die richtigen Steuerbewegungen und Längsneigung geübt werden.
„Der erste Flug sollte nur ein erster ‘Hüpfer’ werden.“ betonte Rüdiger, bevor er von seinem ersten Flug erzählte. Aufgrund der günstigen Wetterlage und wohl sehr starkem Zug beim Gummiseilstart, trug ihn der Wind und die Thermik weit weg vom Hang über Wildberg hinweg, bevor er auf den Wiesen landete, wo sich die heutige Wächtersberg-Siedlung befindet. Nach kurzem Schreck war anschließend bei Allen die Freude umso größer, über diesen gelungenen und außerordentlichen ersten Flug. Rund zwanzig Flugschüler waren damals in Ausbildung. Die Erstflüge fanden meist kurzfristig ohne Vorankündigung statt und das war auch gut so, das ersparte einem schlaflose Nächte, wo man sich vorher viele Gedanken gemacht hätte.

„Ich radelte zum Stuttgarter Flughafen“ erzählte Rüdiger vom Jahr 1956, um dann mit der Lufthansa Convair CV-240 nach Frankfurt zu fliegen und am gleichen Tag wieder zurück. Dieses Erlebnis war ihm sein ganzes Monatsgehalt von 56,- DM als Lehrling wert.

Nach rund 50 Flügen auf dem SG38, fand im Sommer 1957 der erste Alleinflug auf einem „richtigen“ Segelflugzeug statt, einem Specht, einem Doppelsitzer von Scheibe-Flugzeugbau. Ein Jahr später flog Rüdiger das einsitzige Segelflugzeug Cumulus, ein komplett vom Verein gebautes Flugzeug, das er von der ersten Rippe an mit gebaut hat. Es hatte die Flächen vom Grunau Baby und einen Stahlrohrrumpf. Es war sehr wendig und gut für Hangflüge, wo es immer das höchste Flugzeug war und es stieg auch gut in der Thermik.
Überlandflüge wurden mit dem Bergfalken geflogen. So flogen 1959 Rudi Pape und Rüdiger Schaible 170km und erkämpften sich damit den ersten Platz im Wettbewerb der Jugendgruppe innerhalb des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes.

Ab 1969 widmete er sich nur noch der motorisierten Fliegerei. So wurde auf der gegenüberliegenden Talseite, auf dem Kengel, ein neuer Platz geschaffen und in Eigenleistung eine Halle gebaut. Im Frühjahr wurde dann der erste Motorsegler des Vereins, ein Fournier RF-5, mit dem Kennzeichen D-KABB, geliefert. Der Kengel war von 1971 bis 1975 auch für die Segelflieger ihr zuhause, nachdem die Halle nach einer Brandstiftung abbrannte. So wurden fünf Vereinsflugzeuge und ein Privatflugzeug Raub der Flammen. Mit dem Brand wurden damals auch alle seine dort verwahrten Bilder zu Asche, daher existieren aus seinen Anfängen keine Bilder mehr.

Es war nicht vor 1975, dass auf dem heutigen Flugplatz Wächtersberg-Hub die neue Halle entstand und anschließend das Vereinsheim. Auch wieder weitestgehend in Eigenleistung. Rüdiger bekam für die Arbeiten an den Gebäuden und Außenanlage die Arbeitsgeräte von seinem Arbeitgeber bereitgestellt. So wurde unter Anderem die Trasse für die Stromkabel vom 600 Meter entferntem Munitionsdepot zum Vereinsheim von ihm gebaggert.

Neben den Erzählungen bekamen die Zuhörer nach der Pause auch Bilder präsentiert. Mit einem Super8 Film waren die Flugtage von 1976 bis 1982 festgehalten. Beeindruckend die damals auch durchgeführten Überflüge der Luftwaffe in Formation mit mehreren F-4 Phantom Kampfflugzeugen und einer Transall C-160.

Mehrfach mussten die Zuhörer lachen, dank der bildhaften Beschreibungen. So wusste Rüdiger von einem Flug in den USA zu berichten, bei dem im Anflug auf den über 2000m hoch gelegenen Flugplatz, es zu einem lauten Knall kam. Aber es war kein Schaden am Flugzeug entstanden, denn beim Blick nach hinten zeigte sich, dass sein Sohn von Popcorn überschüttet war, da aufgrund des geringen Druckes in der Höhe beim mitgeführten Proviant die Tüte geplatzt war.

Neben der richtigen Fliegerei widmete er sich all die Jahre seit 1955, bis heute, auch der Modellfliegerei. Ab den 1960-ern gab es die ersten ferngesteuerten Flugmodelle. Schließlich wagte er sich an den Bau eines Großmodells. Es gab keinen Bausatz, die Maße wurden der Anleitung des Faller Plastikmodells entnommen. So entstand im Eigenbau aus Balsa- und Sperrholz ein 18kg schweres Modell mit 3,5 Metern Spannweite, das 1975 nach zwei Wintern Bauzeit erstmalig flog. Die Sud Aviation SE 210 Caravelle flog auf vielen Modellflugtagen im süddeutschen Raum und wurde auch in der Schweiz und im Elsass vorgeführt.
Rüdiger Schaible - Caravelle

Derzeit besitzt Rüdiger dreißig flugfähige Modelle. Das zweite Großmodell, einem „North American Rockwell OV-10 Bronco“ im Maßstab 1:3,5 steht kurz vor der Fertigstellung. Dieses hat eine Spannweite von 2,5 Metern und bringt 15kg auf die Waage. Sein größtes Modell, bezogen auf die Spannweite, ist ein Segelflugzeug mit 4,20 Metern von Flügelspitze zu Flügelspitze.

In all den Jahren wurde Buch über die Modellflüge geführt und es sind insgesamt über 20.000 Füge in 60 Jahren zusammen gekommen, 16.000 davon alleine in den letzten 20 Jahren. Sein Rekordjahr war 2014 mit 1678 Flügen, insgesamt über 234 Stunden auf 20 verschiedenen Modellen.

Für den gelungenen Abend gab es für Rüdiger Schaible einen langanhaltenden Applaus. Wer schon kann auf sechzig Jahre Mitgliedschaft im Verein zurückblicken und dies mit einer solchen Begeisterung vortragen. Vierzig Jahre ist Rüdiger aktiv geflogen, auch das eine lange Zeit.

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