Neue Platzfrequenz 119.415 MHz !!!

Seit 7.12.2018 hat unser schöner Flugplatz eine neue Frequenz die da lautet:

119.415 MHz

Bitte ganz besonders bei den nächsten Flügen auf die richtige Einstellung des Funkgeräts achten.

Willkommen

Hallo, liebe Freunde des Segelflugsports !
Schön, daß Ihr bei uns reinschaut.

Segelfliegen ist ein faszinierendes Hobby, und das auch noch für wenig Geld. Jugendliche können bereits ab 14 Jahren mit der Ausbildung anfangen. Bis zum 1.Alleinflug zahlen Jugendliche insgesamt nur 300 Euro, siehe unser Pauschalangebot. Auch danach kommt man mit ungefähr 40 Euro im Monat aus. Erwachsene zahlen nur wenig mehr.

Im Anschluss an die Segelflugausbildung kann man bei uns auch Motorfluglizenzen erwerben. Unser motorisiertes Fluggerät umfasst Motorsegler, Ultraleicht und Motorflugzeug.

Wer sich für eine Mitgliedschaft und Flugausbildung interessiert, wendet sich am besten an den 1.Vorsitzenden, zu finden unter Kontakte. Oder kommt einfach am Wochenende zum Wächtersberg (siehe Wegbeschreibung) und holt euch die nötigen Infos (siehe auch PDF Flyer).

Totengedenken 2018, am Fliegerdenkmal

Zum Totengedenken am Totensonntag trafen sich Mitglieder der Flugsportvereinigung Wächtersberg, sowie des 1. Aeroclubs Stuttgart, am Fliegerdenkmal auf dem Wächtersberg.
Anbei die Rede vom Christian Hentschel, in Vertretung des ersten Vorsitzenden der FSV Wächtersberg:

Liebe Fliegerkameraden, liebe Kameraden vom Aeroclub, liebe Gäste,

vielen Dank, dass ihr gekommen seid. Heute ist Totensonntag. Dieser Tag dient dem Andenken, der Trauer und dem Abschied von den Verstorbenen, dem Nachdenken über den Tod sowie dem Hoffen auf die Auferstehung nach dem Tod.

Der Totensonntag an unserem Fliegerdenkmal ist ja schon älter als manche unserer ältesten Fliegerkameraden. Man darf annehmen, dass er erstmalig im Jahr 1951 im Zusammenhang mit der Errichtung dieses Fliegerdenkmals stattgefunden hat. Sicher geschah das damals, weil im Krieg viele Kameraden unserer beider Vereine gestorben waren. Seitdem nehmen wir uns jedes Jahr die Zeit, einmal innezuhalten und bei aller Begeisterung für die Fliegerei daran zu denken, dass auch unsere Zeit endlich ist. Da mag es tröstlich sein, dass manche unserer Kameradschaften über den Tod hinaus Bedeutung haben, und auch, dass wir diese gemeinsame Erinnerungskultur pflegen. Deshalb möchte ich jetzt noch einmal an einige der Toten der letzten 10 Jahre erinnern:

2007: Herbert Reinhardt, Bruder von Roland Reinhardt, beim letzten schweren Flugunfall
2009: Josef Zeiser, der immer da war und zu unserem lebenden Inventar gehörte
2010: Karl-Otto Fauss, der Erhebliches zum Aufbau unseres Flugplatzes geleistet hat
2012: unser Sicherheitsbeauftragter Walter Enssle, gestorben bei einem Verkehrsunfall
2013: unser Fluglehrer Heinz Krebs, über ihn könnte man ein Buch schreiben
2016: Schorsch Neugebauer, Papa von Holger Neugebauer, treue Seele unseres Vereins
Letztes Jahr: unser passives Mitglied Gerhard Kummerer, für ihn war der Flugplatz sein Zuhause

Sie alle haben auf ihre Weise zu unserem Vereinsleben beigetragen, manche haben unseren Verein prägend mitgestaltet und einige haben Außergewöhnliches geleistet. Ihnen gebührt unser Dank und unser Respekt. Sie haben uns nicht nur einen wunderschönen Flugplatz, Gebäude und Flugzeuge hinterlassen. Fast noch wichtiger sind die Werte, die sie uns hinterlassen haben: Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Einsatzbereitschaft und Kameradschaft. Wir wissen ja, dass diese Werte in unserer modernen Gesellschaft an Bedeutung verloren haben. Aber wichtig sind sie immer noch.

Ich möchte einen kurzen Schwenk machen zum Thema Respekt. Da müssen wir leider feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, auch anders Denkenden und anders Gepolten den nötigen Respekt und auch die nötige Toleranz entgegen zu bringen. Das ist einerseits menschlich und andererseits unserem Vereinsleben abträglich. Wir haben uns wohl-durchdachte Leitlinien gegeben, auf die möchte ich bei der Gelegenheit nochmal hinweisen. Es genügt nicht, dass diese Leitlinien bei uns an der Wand hängen. Jeder von uns trägt mit seinem Verhalten Verantwortung dafür, dass unser Zusammenleben so funktioniert, wie wir uns das alle wünschen. Respekt für die Lebenden und die Toten, das gehört zusammen.

Es ist ja schon bekannt, dass ich meine Rede gern mit einem Gedicht abschließe. Heute also Hermann Hesse‘s Gedicht „Stufen“ zum Thema Abschied und Neubeginn:
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Papa-Kind-Tag des Kindergartens auf dem Flugplatz

Über dreißig Kinder mit Geschwister und Eltern verbrachten einen erlebnisreichen Tag auf dem Segelflugplatz Wächtersberg.

Der Elternbeirat des ev.Maria-Haarer Kindergartens in Oberjettingen organisiert jedes Jahr ein “Papa-Kind-Tag”, der diesmal erweitert wurde auf die ganze Familie. Im Frühjahr hat man sich beim Wandertag überlegt, wo man dieses Jahr den Tag verbringen will. Der Flugplatz auf dem Wächtersberg lag auf dem Rückweg vom Grillplatz beim Modellflugplatz, womit schnell ein passender Standort gefunden war.

So kamen am Samstag die Familien auf dem Flugplatz und erlebten hautnah was die Fliegerei ausmacht. Viele lauschten aufmerksam, als Jan Goller die Instrumente im Segelflugzeugcockpit erläuterte. Er zeigte die Bedienung per Steuerknüppel und beschrieb den Startablauf, bei dem aus dem Stand in wenigen Sekunden das Segelflugzeug von der Winde in die Höhe gezogen wird. Einige Kinder haben schon mal im Pilotensitz probegesessen. Jedoch müssen sich diese noch ein paar Jahre gedulden, sollten diese selber in die Luft gehen wollen, denn ab 14 Jahre kann man die Ausbildung beginnen. Auch die Startwinde konnte aus der Nähe besichtigt werden.

(Bild mit freundlicher Genehmigung von Jelena Heselschwerdt)

Danach ging es ins Vereinsheim zum vom Elternbeirat organisiertem Mittagessen. Neben den vom real.- spendierten Würstchen und vom Oberjettinger Bäcker Wörner spendierten Brötchen gab es von den Eltern mitgebrachtes Fingerfood. Aber auch das im Vereinsheim erhältliche Eis fand reißenden Absatz.

Ein Geschwisterkind durfte einen Segelflug erleben, dreimal flog das Motorflugzeug Passagiere und es wären mehr geworden, hätte das Wetter es zugelassen. Elternbeirat Jelena Heselschwerdt zog eine positive Bilanz: “Eltern und Kinder des Kindergartens Oberjettingen hatten einen schönen, erlebnisreichen Tag auf dem Fluggelände”, wo viel Platz zum Rumspringen ist, mit schönem Spielplatz und Vereinsheim. Sie freute sich auch über den sehr netten Jan Goller und bedankte sich für seine Erläuterungen. Der Flugplatz ist auch sonst ein schönes und lohnendes Ausflugsziel.

2. BWLV Jugend Fly-In war ein voller Erfolg

Nachdem das Jugend Fly-In im Jahre 2017 sehr gut angenommen wurde und reichlich besucht war, plante die Jugendgruppe der FSV Wächtersberg ein zweites Fly-In. Die Veranstaltung verfolgte wieder das Ziel so viel wie möglich Jugendliche auf dem Wächtersberg zu versammeln und einen schönen, geselligen Abend miteinander zu verbringen. Besonderheit der Veranstaltung ist, dass die Anreise größtenteils mit dem Flugzeug erfolgt.

Am 02.06.2018 war es dann soweit und es hieß „ Landung frei“ auf dem Wächtersberg. Mit über 50 Flugzeugen, darunter Segelflieger, Motorsegler, Ultraleicht und Motorflugzeugen besuchten insgesamt über 150 Jugendliche und junge Erwachsene die Veranstaltung. Damit wurde die Anzahl an Flugzeugen aus dem vorherigen Jahr beinahe verdoppelt.
Auch in diesem Jahr gab es einige Preise zu gewinnen. Mit einer sehr beachtlichen Leistung gewann Christoph Ackermann den Preis für den längsten Flug und für die weiteste Anreise. Mit seinem Segelflugzeug Ventus flog er aus der Schweiz in 3,5 Stunden auf den Wächtersberg. Er legte damit über 230km zurück. Den Preis für das älteste Motorflugzeug hat natürlich die North American T6 „Miss Las Vegas“ erhalten. Ein beeindruckendes Flugzeug mit einer beeindruckenden Vorstellung. Das älteste Segelflugzeug war die LS4 aus dem Jahr 1983, mit der Tina Gassmann vom Übersberg angereist war. Der letzte Preis, für die größte teilnehmende Jugendgruppe, wurde von der FSV Sindelfingen mit 22 Teilnehmern erfolgreich verteidigt.

Die weiteren Highlights waren die Fallschirmspringer aus Calw, sowie die beleuchtete Flight-Line am Abend. Die Schlafplätze wurden reichlich ausgenutzt und ein Großteil der Teilnehmer übernachtete auf dem Flugplatz. Mit einer kleinen Party, Volleyball und einem gemütlichen Lagerfeuer war für Jedermann eine Beschäftigung gefunden. Am nächsten Tag war eine letzte Stärkung angeboten worden und dann begann das Fly-Out.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung, die es zu wiederholen gilt. Durch die reichliche Unterstützung schaffte es die Jugendgruppe der FSV Wächtersberg wiederum einige Piloten glücklich zu machen. Die Jugendgruppe der FSV bedankt sich bei der Jugendfeuerwehr Wildberg und der Jugend der evangelische Kirche Effringen für die Unterstützung. Des Weiteren bedanken wir uns bei allen Teilnehmern und freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr.

Patrick Kern

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Yannik Große:

2.BWLV Jugend Fly-In auf dem Flugplatz Wächtersberg (EDSV) vom 2.–3.Juni,2018

Wie bereits in der Adler Ausgabe März angekündigt, folgen nun die genaueren Informationen zu unserem BWLV Jugend Fly-In.

Das Anmeldeformular findet Ihr hier.

Das Event wird vom 2.–3.Juni 2018 auf dem Flugplatz Wächtersberg-Hub (EDSV) stattfinden. Der Wächtersberg ist ein Sonderlandeplatz mit Genehmigung für Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und Motormaschinen der E-Klasse. Aufgrund unseres Status als Sonderlandeplatz benötigt ihr eine PPR-Genehmigung (Pflicht für Alle, sowohl TMG, UL und SEP, aber auch für Segler, da ihr mit dem Briefingpaket die notwendige Einweisung für den Flugplatz erhaltet). Diese erhaltet ihr auf der Seite mit unserem Briefingpaket und PPR-Formular. Dies muß jeder Pilot selbstständig mit o.g. Link beantragen. Es stehen genug Stellplätze im Freien zur Verfügung, Hallenstellplätze sind vereinzelt auf Anfrage möglich. Für anreisende Segelflugzeuge besteht natürlich die Möglichkeit eines Heimschlepps.

Thermik

Thermik

Mit dem Jugend Fly-In verfolgen wir das Ziel, die Jugendgruppen des BWLVs zusammenzubringen und die Kontakte zwischen den Vereinen zu pflegen. Es sollen so viele Jugendliche wie möglich zusammenkommen.
Die Gruppe, die mit den meisten Jugendlichen, sowie die Gruppe die mit den meisten Flugzeugen vertreten ist, erwartet eine Überraschung. Des Weiteren erwartet den Segelflieger, der an diesem Tag die weiteste Strecke in Form eines Thermikfluges zurücklegt und den Segelflieger mit der weitesten Entfernung zu seinem Heimatflugplatz, einen kostenlosen Flugzeug-Schlepp. Außerdem bieten wir dem Piloten, der mit dem ältesten Flugzeug anreist ein Geschenk.

Um die besten Voraussetzungen für eine gelungene Party zu bieten, stellen wir selbstverständlich Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage des Vereines (www.fsvwaechtersberg.de).
Die Flugsportvereinigung Wächtersberg freut sich auf zahlreiches Erscheinen, viele Flugzeuge und eine gelungene Party am Abend.

Für Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung.

Eure FSV Jugendgruppe
Christopher Müller (0173/8762556)


-> zum Anmeldeformular

Jahreshauptversammlung 2018

Im Saal vom Gasthof-Hotel Krone Wildberg, waren am Samstag Abend, den 24. Februar 2018, viele Gäste versammelt. Über 60 Mitglieder saßen an den Tischen, als die Versammlung vom Vorsitzenden, Wolfram Schroeder, eröffnet wurde. Dieser begrüßte den ehemaligen Ehrenvorsitzenden Karl Göttisheim und den derzeitigen Ehrenvorsitzenden Berndt Lupke. Desweiteren begrüßt wurden Wildbergs Bügermeister Ulrich Bünger und der BWLV Vize-Präsident und Schatzmeister Hans-Joachim Proß.

Es gab Grußworte vom stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Klein per Video-Botschaft, da er an diesem Abend nicht anwesend sein konnte. Im Wesentlichen appellierte er an alle Mitglieder sich mit einzubringen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Wolfram Schroeder gab dann einen Jahresrückblick mit den Highlights, zu denen unter anderem die an der Schule angebotenen Segelflug AG gehörte. Auch das neue Kantinenkonzept wurde erfolgreich umgesetzt, mit einer Stammbesetzung und regelmäßig angebotenen Speisen. Seit dem Frühjahr ist das Vereinsheim an das öffentliche Wasser Ver- und Entsorgungsnetz angeschlossen. Es gab das Pfingstfluglager, mit reger Teilnahme durch Schüler der Segelflug AG. Lob gab es für den von der Jugendgruppe organisierten ersten und erfolgreichen BWLV Jugend Fly-In, für das es dieses Jahr eine Wiederholung geben wird. Der Flugtag war organisatorisch ein Kraftakt, dafür aber sehr gut besucht und ein voller Erfolg, nicht zuletzt Dank der hervorragenden und aufwändigen Organisation durch Martin Losberger, wodurch es eine Vielfalt von einmaligen und beeindruckenden Flugzeugen zu bewundern gab. Vor dem Flugtag nahmen Timo Protzer und Karl-Heinz Röhm am Segelflugwettbewerb auf dem Klippeneck in der Doppelsitzerwertung teil und standen am Ende auf dem Siegerpodest ganz oben, wofür es einen großen Applaus gab. Die Flugsaison endete mit dem Ziellandewettbewerb.

Zum Jahreswechsel wurde komplett umgestellt auf die neue Flugvereins-Verwaltungssoftware Vereinsflieger.de, die zuvor im Laufe des Jahres in Teilen bereits eingeführt wurde. Dazu passt auch, dass das Vereinsheim inzwischen einen schnelleren Internetzugang hat.

Eine Gedenkminute gab es für den Mitte des Jahres verstorbenen Gerhard Kummerer. Im Jahr 1962 trat er im Alter von 14 Jahren in den Verein ein und war über 55 Jahre lang eine tägliche Stütze und ein vorbildlicher Fliegerkamerad.

Es folgten die Jahresberichte der einzelnen Funktionsbereiche. Für die Technik berichtete Ralph Maier in Vertretung für Alexander Maier. Die Personaldecke sei etwas dünn, so zeigte er anhand eines Organigramms, dass für mehrere Aufgabengebiete, aber auch Flugzeuge, verantwortliche Personen fehlen, was zu Mehrfachbelastungen führt.  Bei der Statistik mit den Wartungsaufwänden erklärten sich die im Vergleich zu den Vorjahren erhöhte Stundenzahl zweier Flugzeuge durch die Überholung des Cockpits. Das größte Projekt 2017 war, verursacht durch die vorgeschriebenen neuen 8,33khz fähigen Funkgeräte, der Tausch dieser, ganze zehn Stück an der Zahl. Für 2018 steht u.a. beim Motorsegler “Super Dimona” ein planmäßiger Tausch des Triebwerks an.

Zum Funktionsbereich Kantine, Wirtschaft und Events stellte Jan Goller fest, dass das neue Kantinenkonzept bereits Früchte trägt und inklusive Personalkosten kostendeckend operiert. Für diesen Erfolg gebührt riesiger Dank an Gaby Burkhardt, für das große Engagement, der Erfolgt spricht für sich. Dieses Modell wird auch im neuen Jahr fortgeführt. Geplant ist, zum Jahresende die Kantine dann zu renovieren und mit zeitgemäßem Design auzustatten. Auch die Technik soll in dem Zuge erneuert werden, mit dann auch stromsparenderen Geräten.

Den Jahresbericht Finanzen präsentierte Dr.Christian Hentschel. Die finanzielle Lage stellt sich gut dar, da sich zwar mit dem Wasseranschluss der Soll-Stand vergrößerte, jedoch um einen deutlich geringeren Betrag als die entstandenen Kosten. Auch die Auswirkungen durch die neuen Funkgeräte verursachten Kosten von knapp 20.000,- Euro konnten durch die gute Kassenlage verkraftet werden. Hierzu beigetragen hat die früher optimierte Kostenstruktur, aber auch der erfolgreiche Flugtag.

Flugbetriebsleiter Manuel Dürr präsentierte den Jahresbericht Ausbildung & Flugbetrieb 2017. Die Gesamtflugzeiten waren die letzten drei Jahre stabil. Beim Segelflug setzte sich der Abwärtstrend fort, im Gegensatz dazu gab es gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Motorflugzeiten. Jedoch gab es parallel auch einen leichten Rückgang bei den Mitgliedszahlen, was sich beim Stundendurchschnitt pro Mitglied widerspiegelt, der einen deutlichen Aufwärtstrend zeigte. In Summe gab es mit Vereinsflugzeugen und Privatflugzeugen 3293 Flugbewegungen. Es gab (ohne Flugtag und Jugend Fly-In) weitere 83 Fremdlandungen, 30 davon von Segelflugzeugen, somit deutlich weniger als die genehmigten 150 Landungen für fremde Motorflugzeuge. Beim Personalstand gibt es derzeit 12 ehrenamtliche Fluglehrer. Hier muss es in den nächsten Jahren bei den Fluglehrern Neuzugänge geben, um die anstehenden altersbedingten Abgänge auszugleichen. Derzeit befinden sich 17 Flugschüler in der Ausbildung. Letztes Jahr konnten zwei Ihre Segelfluglizenz erwerben.

Unter sportlichen Aspekten wurden neben der erfolgreichen Teilnahme am Klippeneckwettbewerb auch die von den Vereinsmitgliedern im Online Contest im Segelflug geflogene Gesamtstrecke von 26.189 Kilometern erwähnt. Die im Jahr 2017 vom Wächtersberg längsten geflogenen Flüge waren 799km von Markus Benz, 676km durch Jochen Goller, sowie 665km von Alexander Maier.

Im vergangenen Jahr gab es keine Unfälle und keine größeren Zwischenfälle.

Der Jugendleiter Christopher Müller und neu gewählte Stellvertreter Jonas Goller präsentierten einen Jahresrückblick sowie Ausblick auf 2018. Sie bedankten sich beim früheren stellvertretenden Jugendleiter Patrick Hagel für sein Engagement. Derzeit gibt es 19 jugendliche Mitglieder, also fast ein Drittel der Gesamtmitgliederzahl.

Vor der Vorstandswahl präsentierte Wolfram Schroeder unter anderem die Entwicklung der Mitgliederzahl, die im letzten Jahr stabil war, dank 12 Neuzugängen. Auch die auf 5 Jahre angelegte Phase der Weiterentwicklung der Vereinsstruktur zeigt bezüglich der Leistungsfähigkeit bereits beeindruckende Ergebnisse, so wird der Generationenwechsel zur Zukunftssicherung vollzogen. Zur weiteren Optimierung und Unterstützung werden den Funktionsteams Coaches beiseite gestellt. Die Funktionsbereiche als führende, eng vernetzte und eigenverantwortliche Einheiten im Verein, führen zur Dynamisierung und Arbeitsteilung.

Bürgermeister Ulrich Bünger  übernahm für diesen Abend die Wahlleitung. An die Mitglieder gerichtet lobte er den den tollen Flugsportverein, unter hervorragender Führung. Dieser habe die Zeichen erkannt und führt die notwendigen Optimierungen durch. Er nannte zwei wertvolle Dinge: Zeit, die vergeht, sowie Verantwortung und Vertrauen schenken der Vorstandschaft gegenüber, die wie alle die sich engagieren, die Freizeit opfern. Der Flugtag war eine hervorragende Veranstaltung und auch hier bedeutete es viel Verantwortung zu übernehmen.

Herr Bünger verwies darauf, dass oftmals kritische Herausforderungen nicht im Verein zu suchen sind, sondern außerhalb und daher man ein geschlossenes/einheitliches Bild nach außen geben muß. Die Stadt sieht sich als Fürsprecher. Von den Bürgern -und das sieht man an der Resonanz und Besucherzahl am Flugtag- ist der Verein angenommen/akzeptiert. Der Wasseranschluss bedeutet für den Verein eine Zukunftssicherung. Der Verein erhält die Unterstützung durch die Stadt und es laufen Gespräche über die Weiterentwicklung des Geländes. Es sei jetzt Baurecht zu sichern, zügig umzusetzen/anzupacken. An den Jugendleiter gerichtet gab er die Zusicherung einer Pokalspende für den zweiten BWLV Jugend Fly-In. Zum Schluss gab er sein Motto kund: der Einzelne möge immer reflektieren, was braucht die Organisation, was kann ich beitragen.

Die Vorstandschaft wurde komplett einstimmig entlastet. Die Wahl zum Vorsitzenden erfolgte auf Antrag in geheimer Abstimmung, in der Wolfram Schroeder mit mehr als 2/3 Mehrheit wiedergewählt wurde. Die weiteren Positionen wurden einstimmig gewählt: Stellv. Vorsitzender – Andi Klein; Funktionsbereiche: Technik – Alexander Maier, Events/Wirtschaft – Jan Goller, Flugbetrieb und Ausbildung – Manuel Dürr, Verwaltung/Finanzen – Jan Mierzwinski, Infrastruktur – Tim Zeller.

Im Rahmen der Ehrungen wurden erstmalig für die Erstplazierten des Ziellandewettbewerbs der FSV Wächtersberg Wander-Pokal vergeben. Den ersten Platz in der Kategorie Motorflug belegte Matthias Kühn, beim Motorsegler Chris Müller und beim Segelflug Armin Klos.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt (alle: 40 Jahre): Klaus Mayer, Hans Sautter und Karl Hennefarth. Für besonderes Engagement im Verein wurden geehrt Roland Burkhardt (Einbau von 10 neuen Funkgeräten) und Dr.Christian Hentschel, für seine 12 Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft (als Vorsitzender und Kassenwart).

Gruppenfoto der Geehrten und Erstplazierten vom Ziellandewettbewerb. [Bild mit freundlicher Genehmigung von Jacqueline Geisel]

Leider nicht anwesend waren die weiteren Jubilare:
65 Jahre Mitgliedschaft: Manfred Mayer     
50 Jahre Mitgliedschaft: Günther Kälberer
40 Jahre Mitgliedschaft: Stefan Heinzl
35 Jahre Mitgliedschaft: Nils Radau
30 Jahre Mitgliedschaft: Frank Wentzien
25 Jahre Mitgliedschaft: Joachim Stäck

 

Der Abend klang aus mit dem Lied “Über den Wolken” von Reinhard Mey, gesungen von Rüdiger Schaible.

Neues Jahr, schnelleres Internet

Wir wünschen allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2018 sowie “many happy landings”.

Im Zuge der Umstellung der Telefonie auf IP-basierte Technik wurde ein Speedport Hybrid installiert. Damit kommen zugleich die Vereinsmitglieder in den Genuss von deutlich schnellerem Internet.

Leider müssen noch die Webcams umkonfiguriert werden, was bei Gelegenheit in Angriff genommen wird und daher stehen vorerst keine Live-Bilder zur Verfügung.
[Update 2018-01-17: Webcams sind nun umkonfiguriert und stellen wieder minütlich aktuelle Bilder online zur Verfügung.]

Totengedenken 2017

Zum Totengedenken trafen sich Mitglieder der Flugsportvereinigung Wächtersberg, sowie des 1. Aeroclubs Stuttgart, am Fliegerdenkmal auf dem Wächtersberg.
Anbei die Rede vom ersten Vorsitzenden der FSV Wächtersberg:

Der heutige Tag ist ein Tag der Stille und der Nähe in Gedenken an unsere verstorbenen Fliegerinnen und Flieger der FSV Wächtersberg und des 1. Aeroclub Stuttgart.

Herzlich willkommen lieber Günther und alle anwesende Freunde vom Stuttgarter Aeroclub , herzlich willkommen liebe Fliegerinnen / Flieger und Freunde zu unserem traditionell gemeinsamen Gedenken an diesem Novembertag. Viele schöne Bräuche haben sich mit dem Totensonntag etabliert. Wir finden uns am Totensonntag hier am Fliegerdenkmal zusammen, um gemeinsam mit unseren Erinnerungen besonders nahe bei den verstorbenen Menschen und Flieger zu sein.
Diese Gedenkstätte ist einer der Orte wo die Erinnerung und Nähe an sie am stärksten ist.
Die Erinnerung ist ewige Gegenwart.
Das wusste schon der mit 28 Jahren verstorbene Novalis, auch zum heutigen Wetter passend, zu berichten…

„Die letzten Blätter sind am Fallen, die Natur hat ihr Wachstum eingestellt, die Zugvögel sind von dannen gezogen und krächzend schreiten Raben über abgeerntete Felder und mager gewordene Wiesen. Winter liegt nasskalt in der dunstigen Luft, die in sich den Odem des ersten Schnees bewahrt. Raureif bedeckt morgens hauchzart, fast seidenen Schleiern gleich die Zweige der mittlerweile in sich ruhenden Bäume und Sträucher.

Nebel legt über die Welt.

Der Himmel ist von grauen Wolken verhangen. „Man nehme mir niemals meine nebligen Novembertage“.

Besonders möchte ich an 2 unserer Mitglieder erinnern die im vergangenen Jahr verstorben sind:
Hans Pross , verstorben im Februar im Alter von 86 Jahren nach 61 Jahren Mitgliedschaft. Er war einer der Gründerväter unseres Vereins und in langer Tradition immer unterstützend verbunden. Wir denken an Dich.

Gerhard Kummerer, verstorben im Juli diesen Jahres im Alter von 69 nach 55 Jahren Mitgliedschaft. Er bleibt uns in Erinnerung durch sein häufigen Besuche und immer unterstützenden freundlichen Art.

Unsere Gedanken sind bei Euch.

An diesen Tag werden sie nicht vergessen und heute wollen wir ihre Sehnsucht nach den Wolken, Ihre Kameradschaft und die Verbundenheit zu ihnen aufleben lassen. Sie würden es auch wollen, dass unsere Gemeinschaft ein anziehender Ort ist, Streit durch Respekt und freundliche, offene Worte ersetzt wird. Dass das Zusammenspiel Einzelner, Vertrauen und verzeihende gegenseitige gelebte Verantwortung den Schwerpunkt bildet. Hier sollen junge Fliegerinnen und Flieger wachsen können und neue Grundlagen, Ideen für sich und uns bilden.
Diese Verpflichtung verbindet uns und lässt uns mit ihnen in der Zukunft und allen vermittelten verankerten Erfahrungen durch unsere Verstorbenen, eine gute Startbasis bilden. Gerade die erprobten Werte und Ideale, haben uns geprägt, verbinden uns über Generationen und leben trotz aller Veränderungen durch die moderne Gesellschaft in uns weiter.
Denn auch bei der FSV Wächtersberg ist der Wandel unserer globalen medialen Gesellschaft erlebbar.  Unsere studierenden Flieger, unsere jungen Jobstarter, gegründete junge Fliegerfamilien stehen zu uns, der Verein hat damit im ersten Blick eine gute junge Basis und Zukunft. Doch Ihre Jobs, Unis, Ausbildungsbetriebe, Praktikaplätze und die Familie sind national und international in neuer Priorität. Konstante Anwesenheit, wie früher selbstverständlich, ist auch bei bestem Willen nicht möglich. Doch gerade wenn eine internationale Entwicklung bei stabilen Wurzeln im Verein ermöglicht wird, gibt es die Chance unsere Vereinsstrukturen zu verjüngen und leistungsfähig zu stützen. Die Atmosphäre der Wurzelbildung bei Förderung und Forderung und behutsamer aber stetiger Einbindung in verantwortliche Funktionen ist hier entscheidend. Unsere Weiterentwicklung die diese Situation auch akzeptiert und in einem flexiblem Doppelspitzen- und Coachingkonzept abbildet, zeigt Belastbarkeit in gegenseitiger Ergänzung, die unseren Zusammenhalt ganz im Sinne unserer Verstorbenen belebt.

Lasst uns zum Abschluss noch den Herrn bitten:
Für unsere verstorben Fliegerinnen und Flieger bitten wir Dich , dass sie das Ziel Ihrer Sehnsucht erreicht und Leben in Vollendung haben.
Wir bitten Dich, für die ewigen Kritiker und Weltverbesserer: Dass sie lernen, zuerst sich selbst zu verändern.
Wir bitten Dich, für Menschen die ihr Leben in den Dienst der anderer stellen für Frauen und Männer im Hospiz und Flüchtlingsdienst, dass sie Sinn und Erfüllung in Ihrer Arbeit finden.
Wir bitten Dich für unsere Gemeinschaft, in der viele ehrenamtlich tätig sind, dass sie sich aus Liebe zu dir und den Mitmenschen engagieren.
Amen.

Ziellandewettbewerb 2017

Heute war zum Saisonabschluss, bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen, nochmals Hochbetrieb auf dem Wächtersberg.
Nach Vorbereitungen durch Jan Mierzwinski und Timo Protzer am Vorabend, gab es ein mit Sägespäne abgestecktes Ziellandefeld. Dies galt es möglichst genau zu treffen. Die Wertung, in zwei Durchgängen, ergab sich aus 100 Punkten abzüglich jedem Meter, den man hinter der Ziellinie aufsetzte und dreifach jeden Meter, den man zu früh aufsetzte. Wertungen gab es in den Flugzeugkategorien Segelflug, Motorsegler und Motorflugzeug, mit jeweils 11, 9  und 5 Teilnehmern. Zu Gast war auch Dennis Handte vom Nagolder Segelflugverein, mit einer ASK21.

Flugtagswochenende 2017 im Zeitraffer

Das Flugtagswochenende vom Samstagmorgen bis Sonntagabend im 2-Minutenzeitraffer